Nordkorea hat nach eigenen Angaben über Wege zur Steigerung seiner "atomaren Kriegsabschreckung" beraten. Machthaber Kim Jong Un habe ein Treffen der Zentralen Militärkommission dazu geleitet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Dabei seien auch "entscheidende Maßnahmen" getroffen worden, "um die Feuerkraft der Artilleriegeschütze der Koreanischen Volksarmee erheblich zu erhöhen". Wann das Treffen stattfand, wurde nicht gesagt.

Die Mitteilung von KCNA kommt kurz nach einem Bericht der "Washington Post" vom Freitag, wonach die USA erstmals seit 1992 als Warnung an Russland und China einen Atomtest in Erwägung gezogen haben sollen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe diese Möglichkeit bei einem Treffen am 15. Mai diskutiert, zitierte das Blatt einen ranghohen Regierungsmitarbeiter sowie zwei ehemalige US-Beamte.

Der Leiter der Nichtregierungsorganisation Arms Control Association, Daryl Kimball, hatte der "Washington Post" gesagt, eine solche Entscheidung würde wahrscheinlich die Verhandlungen mit Kim stören, "der sich möglicherweise nicht mehr gezwungen sieht, sein Moratorium für Atomtests einzuhalten".

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